Wenn du CBD zu Hause hast und einen vierbeinigen Freund, hast du dir vielleicht schon einmal die Frage gestellt: Können meine Hanfprodukte für ihn gefährlich sein? Mama erklärt dir alles ganz offen und gibt dir Tipps, wie du dein Tier schützen kannst.
THC – eine echte Gefahr für Tiere
Hanf enthält verschiedene Wirkstoffe. Der bekannteste neben CBD ist THC, das eine psychotrope Wirkung hat. Und THC ist für Haustiere giftig. Tierärzte haben regelmäßig mit Cannabisvergiftungen zu tun, vor allem bei Hunden, die dazu neigen, auf allem herumzukauen, was sie finden.
In der „ Österreich “ dürfen legal verkaufte Hanfprodukte weniger als 0,3 % THC enthalten. Aber wenig THC bedeutet nicht gar kein THC: Ein Vollspektrumprodukt, eine Blüte oder ein Harz enthält immer noch eine kleine Menge davon. Für ein kleines Tier, das seine Nase in einen Beutel steckt oder an einer Blüte kaut, ist das nicht harmlos. Ganz zu schweigen von Produkten, über die man keine Kontrolle hat, wie zum Beispiel eine Zigarettenkippe, die es beim Spaziergang aufgesammelt hat.
Anzeichen, auf die du achten solltest
Die Symptome treten in der Regel zwischen 30 Minuten und einigen Stunden nach dem Kontakt mit dem Produkt auf und können bis zu drei Tage anhalten. Tierärzte beschreiben folgende Symptome:
- ein unsicherer Gang, das Tier taumelt oder kann nicht mehr stehen bleiben;
- starke Müdigkeit, ungewöhnliche Schläfrigkeit;
- erweiterte Pupillen, ein glasiger oder leerer Blick;
- eine übermäßige Empfindlichkeit gegenüber Geräuschen und Berührungen, Schreckreaktionen;
- Harnverlust;
- Erbrechen, starker Speichelfluss;
- Zittern und in schweren Fällen Krämpfe.
Die gute Nachricht ist: Bei einer schnellen Behandlung erholt sich die große Mehrheit der Tiere innerhalb von ein bis drei Tagen. Man darf aber auf keinen Fall darauf warten, dass es von selbst vorbeigeht.
Hat dein Haustier ein Hanfprodukt angefasst? Was ist zu tun?
Mama sagt es dir ganz klar: Ruf sofort deinen Tierarzt, einen tierärztlichen Notdienst oder eine tierärztliche Giftnotrufzentrale an. Es gibt solche Einrichtungen unter Österreich, insbesondere an den Tiermedizinischen Hochschulen in Lyon und Nantes. Warte nicht, bis Symptome auftreten, bevor du zum Telefon greifst.
- Bring ihn nicht selbst zum Erbrechen und gib ihm keine Medikamente ohne Rücksprache mit dem Tierarzt.
- Bewahre die Verpackung oder den Beutel auf: So kann der Tierarzt erkennen, um welches Produkt es sich handelt, und den THC-Gehalt abschätzen.
- Notiere die Uhrzeit, zu der es passiert ist, und die fehlende Menge.
- Erzähl ihm alles, ganz ohne Scheu. Der Tierarzt ist da, um deinem Tier zu helfen, nicht um dich zu verurteilen.
Achten Sie auch auf die anderen Inhaltsstoffe: Wenn das Produkt Schokolade oder Xylit (einen Süßstoff) enthält, stellt dies eine zusätzliche Gefahr für einen Hund dar.
Die richtigen Verhaltensweisen im Alltag
Der beste Schutz besteht darin, Unfälle gar nicht erst passieren zu lassen. Dazu reichen schon ein paar einfache Gewohnheiten:
- Bewahre alle deine Hanfprodukte außerhalb der Reichweite auf: Blüten, Harz, Öle, Bonbons, Filter und Reste. Ein verschlossener Schrank oder eine Box in der Höhe ist ideal.
- Lass nichts auf dem Couchtisch, in einer auf dem Boden stehenden Tasche oder im Aschenbecher liegen.
- Vermeide es, in der Nähe deines Haustieres zu rauchen, und rauche niemals mit ihm zusammen in einem kleinen, geschlossenen Raum.
- Erinnere deine Gäste daran, ihre Sachen wegzuräumen.
- Achte beim Spaziergang darauf, woran dein Hund schnüffelt und was er aufhebt.
- Gib deinem Tier niemals ein Produkt, das für Menschen bestimmt ist – auch nicht, um ihm eine Freude zu machen oder es zu beruhigen.
Für die Gesundheit deines Tieres: Der Tierarzt steht an erster Stelle
Vielleicht hast du hier und da gelesen, dass CBD im Fokus der tiermedizinischen Forschung steht. Das stimmt, es laufen derzeit Studien, doch die Ergebnisse sind noch begrenzt. Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, geben wir dir im Artikel „CBD für Hunde: Was sagen Tierärzte dazu?“ einen Überblick.
Ist dein Tier gestresst, aggressiv, hat es Schmerzen oder verändert sich sein Verhalten? Die Diagnose muss immer dein Tierarzt stellen und entscheiden, was für dein Tier das Richtige ist. Mama hat außerdem zwei Ratgeber zusammengestellt, die dir helfen sollen, dein Tier besser zu verstehen: „Wie erkennt man einen ängstlichen Hund?“ und „Wie versteht man eine aggressive Katze?“.