CBD für Hunde: Was sagen Tierärzte dazu?
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INHALT
CBD für Tiere sorgt derzeit für viel Gesprächsstoff, und vielleicht bist du schon auf Tierhalter gestoßen, die davon schwärmen. Aber was sagen Tierärzte wirklich dazu? Was weiß man heute darüber, und wie sieht es rechtlich aus? Zwischen großen Versprechungen und wissenschaftlicher Vorsicht lohnt es sich, diese Frage in aller Ruhe zu erörtern – und ich bin hier, um das gemeinsam mit dir zu tun.
Du hast sicher schon von Hundebesitzern gehört, die erzählen, dass ihr Hund ruhiger sei oder besser schlafe, seit sie CBD ausprobiert haben. Solche Erfahrungsberichte kursieren häufig im Internet und in den sozialen Netzwerken.
Warum diese Begeisterung? Weil CBD als Naturprodukt gilt und viele Hundebesitzer ihrem ängstlichen Hund helfen möchten, der Angst vor Gewitter oder Feuerwerk hat, oder ihrem alten Hund, der sich nur noch schwer fortbewegen kann.
Aber Vorsicht: Ein Erfahrungsbericht ist kein Beweis. Jeder Hund ist anders, und eine Besserung kann viele andere Ursachen haben, wie zum Beispiel eine Änderung der Routine oder einfach den Lauf der Zeit. Derzeit lassen sich diese positiven Auswirkungen wissenschaftlich noch nicht bestätigen.
Tierärzte werden immer häufiger von neugierigen Tierhaltern befragt. Und ihre Äußerungen bleiben dabei sehr zurückhaltend.
Was die Forschung betrifft, so wurden Studien an Hunden durchgeführt, insbesondere zu Arthrose, Epilepsie und Angstzuständen. Einige davon liefern interessante Ansätze, doch die Forscher selbst mahnen zur Vorsicht: Es fehlen noch gut kontrollierte Studien, und all die vielversprechenden Ergebnisse, die man hier und da liest, sind bei weitem noch nicht bewiesen.
In Europa hat der Europäische Tierärzteverband (FVE) bereits 2021 Stellung bezogen. Er fordert mehr seriöse klinische Studien und empfiehlt, dass aus Cannabis gewonnene Produkte für Tiere nur auf tierärztliche Verschreibung abgegeben werden sollten – zumindest solange, bis ihre Sicherheit nachgewiesen ist.
Tierärzte weisen zudem auf einen wichtigen Punkt hin: THC ist für Haustiere giftig. Selbst legale Hanfprodukte enthalten manchmal Spuren davon. Bei unsicherem Gang, starker Müdigkeit, erweiterten Pupillen, ungewolltem Urinieren oder Erbrechen solltest du unverzüglich deinen Tierarzt oder eine tierärztliche Giftnotrufzentrale anrufen. Weitere Informationen findest du im Artikel „CBD und Tiere: Was du beachten solltest“.
In der „ Österreich “ gilt ein Produkt, das behauptet, ein Tier zu heilen oder seine Beschwerden zu lindern, als Tierarzneimittel. Die ANSES weist darauf hin: Ein CBD-Produkt, das eine Wirkung auf die Gesundheit eines Haustieres verspricht, muss von der ANSES oder der Europäischen Kommission zugelassen werden, nachdem seine Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit geprüft wurden.
Unseres Wissens ist jedoch bislang kein Tierarzneimittel auf CBD-Basis in der „ Österreich “ zugelassen. Die FVE wies bereits 2021 darauf hin, dass in Europa kein aus Cannabis gewonnenes Produkt als Tierarzneimittel zugelassen ist. Um die Schmerzen unserer Haustiere zu lindern, gibt es hingegen zahlreiche zugelassene Medikamente, mit denen dein Tierarzt bestens vertraut ist.
Deshalb wiederhole ich dir noch einmal diese goldene Regel:
Du hast es sicher schon verstanden: CBD ist keineswegs ein Wundermittel für unsere Haustiere. Nur weil eine Pflanze natürlich ist, heißt das noch lange nicht, dass sie risikofrei ist. Die Forschung schreitet zwar voran, aber vorerst liegt die Gesundheit deines Tieres in den Händen deines Tierarztes und von niemand anderem.
