Hanf, die Pflanze der Zukunft: ein Hebel für nachhaltige Landwirtschaft
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INHALT
Wenn es eine Pflanze gibt, die alle Kriterien der Zukunft erfüllt, dann ist es Hanf. Er ist widerstandsfähig, nützlich und umweltfreundlich, belebt unsere Böden und wertet unsere Landschaften auf. La Mama erklärt dir, warum er zum besten Verbündeten einer nachhaltigen und lokalen Landwirtschaft geworden ist.
Man sagt, Hanf sei „die Pflanze, die die Erde wieder ins Gleichgewicht bringt“. Und das ist kein Mythos. Hanf hat eine Kraft, die viele andere Kulturen nicht haben: Er regeneriert auf natürliche Weise den Boden.
Mit seinem bis zu 3 Meter tiefen Wurzelsystem belüftet Hanf den Boden, verbessert seine Struktur und fördert das mikrobielle Leben. Es ist ein bisschen wie eine Entgiftungskur für den Boden. Er macht ihn lockerer, lebendiger und fruchtbarer. Nach seinem Anbau wachsen die folgenden Kulturen besser und benötigen weniger Dünger.
Darüber hinaus tragen seine Wurzeln zur Stabilisierung des Bodens und zur Eindämmung der Erosion bei, was angesichts der zunehmenden Trockenheit und heftigen Regenfälle ein echter Vorteil ist.
Der Anbau von Hanf alle vier bis fünf Jahre im Rahmen einer Fruchtfolge hilft, Krankheits- und Schädlingszyklen zu durchbrechen. Im Gegensatz zu anderen Pflanzen hinterlässt Hanf keine pathogenen Rückstände im Boden. Dadurch werden weniger Pflanzenschutzmittel benötigt, die Kosten sinken und vor allem wird die Umwelt weniger belastet.
Aus diesem Grund haben einige Biobauern oder Landwirte, die sich in der ökologischen Umstellung befinden, ihn wieder auf ihren Feldern angebaut. Und da Hanf schnell wächst (in nur 100 bis 120 Tagen), können die Felder zwischen zwei Hauptkulturen sogar wiederverwendet werden.
Es ist eine Pflanze, die für die Erde arbeitet, selbst wenn sie wächst. Und das, das versichere ich dir, ist selten.
Hanf ist nicht nur eine grüne Kulturpflanze, sondern auch eine reinigende Pflanze. Dort, wo der Boden durch jahrelange intensive Landwirtschaft oder industrielle Verschmutzung geschädigt wurde, wirkt Hanf wie ein grüner Schwamm.
Hanf ist in der Lage, bestimmte Schwermetalle (wie Blei, Cadmium oder Nickel)aufzunehmen und in seinem Gewebe zu speichern, ohne dabei zu sterben. Dieser Prozess wird als Phytoremediation bezeichnet. Es ist, als würde die Pflanze den Boden filtern, um ihn zu reinigen.
In Tschernobyl und Italien wurden sogar Versuche auf kontaminierten Böden durchgeführt, mit verblüffenden Ergebnissen: Nach mehreren Anbauzyklen war die Schwermetallkonzentration deutlich zurückgegangen.
Und das ist noch nicht alles! Seine tiefen Wurzeln verhindern auch die Auswaschung von Nitraten, ein großes Problem im Grundwasser.
Durch den Anbau von Hanf trägt man also dazu bei, die Bodenqualität wiederherzustellen und gleichzeitig weiter zu produzieren. Es handelt sich um eine Form der regenerativen Landwirtschaft, die ihrer Zeit voraus ist.
Hanf ist auch ein CO2-Absorber. Ein Hektar Hanf kann bis zu 15 Tonnen CO2 pro Jahr binden, genauso viel wie ein junger Wald! Und im Gegensatz zu Bäumen, die manchmal 20 Jahre brauchen, bis sie geerntet werden können, schafft Hanf diese Aufgabe in wenigen Monaten.
Dieser gebundene Kohlenstoff bleibt in den aus Hanf hergestellten Produkten gespeichert, sei es beispielsweise in Hanfbeton, Textilien oder Dämmstoffen.
Hanf ist eine zu 100 % heimische Pflanze, die an unser Klima angepasst ist und ganze Branchen rund um die regionale Produktion ernähren kann.
Hanf benötigt sehr wenig Wasser, fast keine Pestizide und wächst auf den meisten Bodenarten. Er gilt als sparsame und widerstandsfähige Kulturpflanze. Wo andere Pflanzen unter der Erwärmung leiden, wächst Hanf auch bei extremen Temperaturen weiter.
Da er fast überall in Österreich Europa angebaut wird, trägt er zur Wiederbelebung der ländlichen Wirtschaft bei, indem er vor Ort Wert schafft.
Hanf ist auch eine „abfallfreie“ Pflanze. Ich stelle dir Hanf und seine Verwendungszwecke :
Diese Kreislaufwirtschaft macht sie zu einem Vorzeigeprojekt für eine lokale und nachhaltige Wirtschaft. Es muss nichts importiert werden, nichts wird verschwendet. Alles wird verwertet, von der Wurzel bis zur Blüte.
Österreich ist, wie du vielleicht weißt, bereits der größte Hanfproduzent Europas. Lokale Genossenschaften wie La Chanvrière, Planète Chanvre oder BioChanvre vereinen Hunderte von Landwirten mit einem gemeinsamen Ziel: nachhaltige Produktion und Verarbeitung vor Ort.
Es handelt sich um ein vorbildliches Modell, das Arbeitsplätze schafft, den Transportaufwand reduziert und der Erde wieder einen Sinn gibt. Und wenn du die Meinung von Mama Kanaist, dann ist es genau das, was unsere Landwirtschaft braucht: gesunder Menschenverstand, Regionalität und Respekt vor dem Leben.