Die Renaissance von Textilhanf: vom Feld zum ethischen Kleidungsstück
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INHALT
Nein, Hanf wird nicht nur zur Herstellung von CBD ! Diese magische Pflanze kleidete lange Zeit die Menschheit, bevor sie in Vergessenheit geriet. Heute feiert sie ein triumphales Comeback in der ethischen Mode. Und ich werde dir erklären, warum dies eine (Wieder-)Geburt voller Sinn und Verstand ist.
Bevor Hanf mit CBD oder Entspannung in Verbindung gebracht wurde, war er vor allemein wichtiger Rohstoff. Über Jahrhunderte hinweg diente Hanf der Menschheit. Er wurde zur Herstellung von Seilen, Segeln, Planen und strapazierfähiger Kleidung verwendet. In Europa gehörte er zum Alltag. Er wurde auf dem gesamten Kontinent angebaut, vom Süden Österreich Donautal.
Hanffasern wurden wegen ihrer außergewöhnlichen Festigkeit und Langlebigkeit geschätzt.
Die Seeleute liebten es, um ihre Segel und Seile herzustellen, die Wind und Stürmen standhielten. Und für die Bauern war es eine Wunderpflanze, die schnell wuchs, ohne viel Wasser oder Chemikalien zu benötigen.
Im 19. Jahrhundert änderte sich jedoch alles. Baumwolle, die aus den Kolonien importiert wurde, weicher und maschinell leichter zu verarbeiten war, ersetzte nach und nach Hanf. Und mit dem Aufkommen der Petrochemie eroberten synthetische Fasern die Kleiderschränke: Polyester, Nylon, Elasthan ... Kurz gesagt, Materialien, die zwar billiger, aber für den Planeten katastrophal sind.
Hanf geriet daraufhin in Vergessenheit. Er war zudem Opfer eines doppelten Vorurteils, da er als zu rustikal für die moderne Mode und für zurückhaltende Gemüter als zu nah am Cannabis liegend galt. Eine Pflanze, die doch so tugendhaft ist, wurde aus falschen Gründen verworfen.
Der moderne Textilhanf ist nicht mehr das steife Gewebe von früher. Die Spinntechniken wurden modernisiert, wodurch die Faser weicher, atmungsaktiver und angenehmer zu tragen ist.
Man kann daraus Jeans, Hemden, Sweatshirts, Kleider herstellen... kurz gesagt, alles, was man gerne im Alltag trägt, aber in einer ethischen Version.
Und vor allem hat diese Faser alles, was das Herz begehrt:
Hanf ist also ein Material, das sowohl traditionsreich als auch zukunftsweisend ist. Und die Designer liegen damit goldrichtig. Zahlreiche ethisch orientierte Marken stellen diese Faser wieder in den Mittelpunkt ihrer Kollektionen.
Marken wie Patagonia, Knowledge Cotton Apparel, Hempage oder französische Marken wie 1083 oder La Gentle Factory verwenden Hanf aufgrund seiner ökologischen und ästhetischen Eigenschaften bereits.
Aber es geht nicht nur um einen Trend. Es geht auch um eine Revolution in der Textilindustrie. Denn wer sich für Hanf entscheidet, lehnt übermäßigen Konsum, Umweltverschmutzung und prekäre Arbeitsbedingungen ab. Letztendlich entscheidet man sich für Kleidung, die Sinn macht, Substanz hat und Respekt verdient.
Heute hat sich Hanf als eine Säule der nachhaltigen Landwirtschaft etabliert. Sein Anbau regeneriert Böden, begrenzt die Erosion und hilft sogar dabei, bestimmte Böden zu dekontaminieren.
Außerdem ist seine Vielseitigkeit unglaublich: Die Samen dienen als Nahrungsmittel, die Stängel für Textilien oder Papier und die Blüten zur Herstellung von CBD. Nichts geht verloren, alles wird verwertet. Es handelt sich um eine der wenigen Kulturpflanzen, bei der 100 % des Materials genutzt werden können.
In der Modebranche inspiriert diese Effizienz zu neuen Praktiken. Marken versuchen, ihren CO2-Fußabdruck zu verringern und ihre Produktion zu verlagern. Hanf ermöglicht genau das, da er schnell und in unserer Nähe wächst und fast keine Pflege benötigt.
Auch neue Textiltechnologien haben zu seinem Comeback beigetragen. Dank feinerer Spinnverfahren und Mischungen mit Bio-Baumwolle oder Leinen erhält man heute geschmeidige, weiche und elegante Stoffe. Vorbei sind die Zeiten des rauen Hanfs unserer Großeltern!
Und das kleine Extra? Es ist thermoregulierend: Es hält im Winter warm und bleibt im Sommer kühl.
Diese Erneuerung beschränkt sich jedoch nicht nur auf die Technik. Sie ist auch philosophischer Natur. Mit der Entscheidung für Hanf folgt die Modebranche einer Logik der kurzen Lieferketten, der Ethik und der Transparenz. Die Verbraucher ihrerseits entdecken eine Faser wieder, die Wohlbefinden, Stil und Verantwortung vereint.
Die Rückkehr des Hanfs ist ein bisschen wie eine Rückkehr nach Hause. Wir entdecken ein Material wieder, das wir schon immer vor Augen hatten, aber in unserem Streben nach Neuem vergessen hatten.